Das Projekt

Ausgangslage

Pflegekräfte sind die wichtigste betriebliche Ressource für Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Pflegedienste. Ausgerechnet diese Ressource kann derzeit nicht ausreichend gesichert werden. Im hochverdichteten, komplexen Arbeitsumfeld der Pflege stellt die Personalbindung eine Herausforderung für die Einrichtungen dar. Pflegekräfte benötigen Kompetenzen, um die diversen anspruchsvollen Anforderungen, die an sie gestellt werden, zu bewältigen. Zum Teil sind die notwendigen Kompetenzen schon vorhanden. Es bedarf jedoch organisationaler Veränderungen, um diese zu aktivieren. Ein neues Konzept für die gezielte Kompetenzaktivierung und die Entwicklung fehlender Kompetenzen unter den Bedingungen des realen Arbeitsprozesses ist erforderlich.

 

Arbeitsprozessintegrierte Aktivierung von Kompetenzen

Im Projekt AKiP erarbeitet ein Verbund aus Forschungseinrichtungen und Praxispartnern aus den drei Sektoren Krankenhaus, stationäre Altenhilfe und ambulante Pflege partizipativ ein Konzept, das in der Praxis erprobt und umgesetzt wird. Zunächst werden die benötigten Kompetenzen für die betrieblichen Settings in jedem Sektor bestimmt. Anschließend wird identifiziert, an welchen Stellen in den Arbeitsprozessen diese Kompetenzen am besten zu aktivieren und entwickeln sind. Im Austausch von Forschung und Praxis entsteht ein sektoral differenziertes Konzept. Dieses wird in allen drei Sektoren bei unterschiedlichen Beschäftigtengruppen in der Pflege erprobt und evaluiert.

 

Ein Beitrag zur Berufsbindung und Fachkräftesicherung

Nach Anwendung des Konzepts verfügen Pflegekräfte über Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, komplexe Anforderungen aktiv zu gestalten. Frustration und Burnout sind vermieden. Dadurch wird ein Beitrag zur Berufsbindung und damit zur Fachkräftesicherung geleistet.